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Nach Kritik: EU-Kommission kündigt Korrekturen für Artenschutz an

Erschienen am 08.06.2020

Nach der Kritik an der EU-Agrarpolitik und deren Folgen für die Artenvielfalt hat die Europäische Kommission Korrekturen angekündigt. Alle Empfehlungen des Europäischen Rechnungshofes zum besseren Schutz der biologischen Vielfalt seien akzeptiert worden. Die in einem Bericht der Rechnungsprüfer aufgezeigten Mängel würden in künftigen Diskussionen über die Agrarpolitik und in der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie berücksichtigt, sagte eine Kommissionssprecherin am Montag in Brüssel.


Der Rechnungshof hatte vorige Woche kritisiert, dass die milliardenschweren EU-Agrarhilfen zu wenig zum erklärten Ziel beitrügen, das Aussterben von Insekten, Vögeln und anderen Arten zu stoppen. Es fehlten konkrete Zielvorgaben in den Strategien zum Schutz der Artenvielfalt, Fortschritte und Leistungen könnten so nur schwer gemessen werden. Auch Ausgaben würden nicht ausreichend verfolgt und evaluiert.


In Europa seien Bestand und Vielfalt der Arten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen seit vielen Jahren rückläufig, die Agrarpolitik habe daran nichts geändert, hieß es. Der WWF begrüßte die Ankündigung. «Die mangelhafte Agrarpolitik Europas muss zu einem Ende kommen», forderte die Umweltorganisation und schlug vor, EU-Subventionen künftig nur an Landwirte zu vergeben, «wenn die Form der Landbewirtschaftung zum Artenschutz beiträgt».